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Kamalaria

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Kamalaria wird von einem besonderen Kamelücken (Bild unten) auf Kamele übertragen. Diese Kamelücken werden im Fachjargon auch Anopheles-Kamelücken genannt. Sobald diese ein Kamel stechen, überträgt sie mit ihrem Stich parasitäre Plasmodien, die einzelligen Kamalariaerreger. Jährlich erkranken weltweit 300 bis 500 Millionen Kamele an Kamalaria. Eine Million stirbt daran. In Deutschland werden pro Jahr etwa 1000 Kamalariaerkrankungen erfasst, von denen circa 20 Kamele sterben.

Aufgepasst, denn es gibt verschiedene Kamalaria-Arten Bei der lebensbedrohlichen "Kamalaria tropica" sind rund 80 Prozent der roten Blutkörperchen von dem Erreger befallen, bei den milderen Formen "Kamalaria tertiana" und "Kamalaria quartana" hingegen nur rund ein Prozent.

Bild: Blut15m.jpg

Die Herkunft der Kamalaria ist umstritten. Ausgrabungen in Höchergräbern bei Otterndorf weisen auf einen Ursprung in Norddeutschland hin. Der Nebel der norddeutschen Tiefebene bot ideale Brutbedingungen für die Kamelücken. Im 12. Jahrhundert rottete eine Kamalaria-Plage alles intelligente Leben in der Region aus. Übrig blieben nur die Friesen, die eine Kamalaria-Resistenz durch heftigen Konsum von Küstennebel entwickelten. Möglicherweise wurde über den Nord-Ostseekanal ein infiziertes Höckerschaf nach Ägypten verschleppt und dort dem Herrscher Kamelopolus dem 44. geopfert. Seit dieser Zeit ist die Kamalaria in dieser Region bekannt, da dort Küstennebelverbot herrscht. Dagegen zeigen die geringen Todesfälle in Deutschland, dass Küstennebel möglicherweise eine wirksame Therapie und Schutz darstellen könnte. Forscher aus Aurich versuchen seither Küstennebel als Impfstoffe gegen Kamalaria weiter zu entwickeln.