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Kamelopedia:Typographie

aus Kamelopedia, der freien Wissensdatenbank

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Diese Seite stellt die Richtlinien zur Typographie in der Kamelopedia vor. Große Teile der Gestaltung sind in Kamelopedia durch die Software vorgegeben, etwa wie Überschriften oder Links angezeigt werden, aber dem normalen Autor bleibt auch so genug, was er falsch machen kann – oder richtig. Anders als häufig angenommen, ist gute Typografie nur zu einem geringen Teil eine Geschmacksfrage; der weitaus größere Teil besteht aus strikten Regeln, die für die gute Lesbarkeit eines Textes sorgen sollen.

Nein, kein Kamel muss sich beim Schreiben seines Textes an diese Regeln halten. Wenn dir das alles zu kompliziert ist, ignorier es einfach. Diese Seite ist nur von besonders perversen Rechtschreibregelfetischisten für andere perverse Rechtschreibregelfetischisten geschrieben worden, um eine zusätzliche schön strenge Wichsvorlage zu haben. Und um normalsterblichen Kamelen eine Ahnung davon zu geben, mit welchen Perversionen sich so manch kranker Geist beschäftigt.

Inhaltsverzeichnis

[bearbeiten] Grundregeln

Grundsätzlich gilt: Schau dich in der Kamelopedia oder Wikipedia um und orientiere dich an den Artikeln dort.

  • Bitte plenke nicht! Wir sind hier nicht in Frankreich, und deswegen gehört vor die folgenden Zeichen kein Leerzeichen:
    . , ! ? ) : ;
    Genauso kommt auch nach der öffnenden Klammer ( kein Leerzeichen.
  • Unterstreichungen zur Textauszeichnung sollten im Internet vermieden werden, da unterstrichene Textpassagen in der Regel auf anklickbare Links hinweisen. Typografisch erlaubte Auszeichnungen sind Fett- und Kursivdruck, Kapitälchen sowie für Quelltext präformatierter Text in einer Schrift mit fester Breite. Der sparsame Einsatz von Versalien (AUF DEUTSCH: WENN DU ALLES IN GROSSBUCHSTABEN SCHREIBST) ist möglich, wird jedoch als Verschriftlichung von Rufen bzw. „Schreien“ verstanden.
  • Verwende nicht mehr als eine Auszeichnung auf einmal und halte diese konsequent im Text durch; so kann der Leser bereits anhand der Auszeichnung erkennen, was ihn inhaltlich erwartet: ein Zitat, ein Fremdwort usw. Zu viele Effekte heben sich gegenseitig auf, so dass der Leser am Ende nicht mehr weiß, worauf er achten soll. Manchmal kann das natürlich auch gewollt sein.
  • In Artikeln sollte das Stichwort fett (aber nur beim ersten Auftreten – siehe auch Vorlage:Lemmafett) und fremdsprachige Begriffe kursiv ausgezeichnet werden, z. B. so:
    Ein Beispielartikel (englisch by-game article) ist ein Artikel, also kein Verb, kein Substantiv, Adjektiv, Präposition, Adverb, Konjunktion, Subjunktion oder Partikel, welcher beim Wort Spiel steht. Der einzige Beispielartikel ist also das (im Singular) bzw. die (im Plural).
  • Absätze sollten eine vernünftige Länge haben. Drei bis sechs Sätze, je nach Länge, sind eine gute Richtschnur. Nach einem Satz, der nicht einmal über die ganze Zeilenbreite geht, solltest du keinen Absatz machen. Inhaltlich gilt: ein Gedanke – ein Absatz.
  • Genauso sparsam wie mit Absätzen solltest du auch mit Überschriften umgehen. Du musst nicht jeden einzelnen Absatz mit einer Überschrift verzieren – der halbwegs intelligente Leser wird den Gedanken, der in diesem Absatz steckt, auch ohne Überschrift erfassen. Zu viele Überschriften zerhacken einen Text und hindern den Lesefluss. Nach drei oder vier Absätzen ist es in der Online-Typografie sinnvoll, eine Überschrift einzuziehen.
  • Überschriften sollten normalerweise eher kurz sein und nicht aus ganzen Sätzen bestehen. Satzzeichen wie der Doppelpunkt und das Ausrufezeichen sind in Überschriften meistens eher fehl am Platz. Auch Links haben dort in der Regel nichts verloren. Weiterführende Stichworte sollten im folgenden Absatz im Fließtext verlinkt werden.

[bearbeiten] Auszeichnung

Steht innerhalb von Klammern oder Anführungszeichen der gesamte Text in einer bestimmten Auszeichnung, werden die Klammern oder Anführungszeichen identisch formatiert: „So!“ (und nicht anders!). Dasselbe gilt bei Satzzeichen. Stehen sie in oder direkt nach kursiv bzw. fett formatiertem Text, werden sie auch kursiv bzw. fett ausgezeichnet: Es ist heiß!

  • Um bestimmte Textstellen hervorzuheben, werden sie normalerweise kursiv gestellt. Kursive Wörter sind leichter auffindbar, „stören“ jedoch den Lesefluss nicht.
  • Fett geschriebene Wörter stechen aus dem Text heraus. In der Regel sollte in einem Artikel nur das Lemma (also der Name des Artikels) und eventuell Wörter, die als Redirect auf den Artikel zeigen, fett geschrieben werden.
  • Unterstrichene Textstellen sollten vermieden werden, da sie auf den ersten Blick für einen Hyperlink gehalten werden können.
  • Durchgestrichene Passagen sind ätzend und voll blöd kann man natürlich auch für lustige Effekte verwenden.
  • Statt durchzustreichen,
    kann man sie natúrlich mit Vorlage:Geschwärzt auch komplett zensieren.

[bearbeiten] Detailfragen

Die folgenden Hinweise sind für fortgeschrittene Anwender gedacht. Unbenommen von diesen Hinweisen sollte niemand kritisiert werden, wenn er der Einfachheit halber die Zeichen verwendet, die eine normale Tastatur ohne besondere Tastenkombinationen hergibt. Es ist in Ordnung, wenn jemand als Anführungszeichen einfach die auf der Tastatur vorhandene Variante (") verwendet. Wer dies korrigieren mag, soll dies ohne Meckern machen. Allerdings sollen typographisch korrekte Zeichensetzungen nicht wieder zurück in eine einfachere (und falsche) Form gewandelt werden. Die im folgenden beschriebenen Zeichen findest du unter dem Bearbeitenfenster in der Sonderzeichenleiste, aus der du sie mit einem Klick in deinen Text einfügen kannst. Die Sonderzeichen sind – wenn sie explizit gemeint sind – im Folgenden fett gesetzt, um sie besser unterscheiden zu können.

[bearbeiten] Anführungszeichen

Außer für Zitate sollten Anführungszeichen nur in seltenen Fällen verwendet werden. Wenn man sie verwendet, dann sollte man allerdings die typographisch korrekten „“ verwenden und nicht die doppelten Hochkommata "". Für Anführungszeichen innerhalb anderer Anführungszeichen (selten) sollte man die einfachen Anführungszeichen verwenden: ‚‘. Kamele, die Urs oder Pirmin heissen und der schrecklichen Unart frönen, den schönen Buchstaben ß zu missachten, dürfen auch ihre geliebten Anführungszeichli (« ») verwenden.

Auf dem Mac erzeugen Alt-Zirkumflex oder Alt-Shift-w und Alt-2 doppelte Anführungszeichen, Alt-s und Alt-# einfache.

Unter Windows erzielt man dies mit der Tastenkombination ALT + 0132 und ALT + 0147 auf dem Zehnerblock (Schweizer Anführungszeichen mit ALT + 0171 und ALT + 0187). Einfacher geht es mit der Sonderzeichenleiste rechts des Editierfensters, wo mittels Klick auf das entsprechende Sonderzeichen dieses in das Editierfenster übernommen wird (erfordert aktiviertes Javascript).

Anführungszeichen sollen nur bei Zitaten eingesetzt werden, nicht bei Namen oder Titeln von Büchern, Filmen, etc. Diese sollten immer kursiv geschrieben werden. Also:

In seinem Buch Ensel und Krete (welches übrigens vielen Kamelopedianern gut gefallen dürfte) schreibt Walter Moers: „Das sind für mich die wahren Bedrohungen: schlampige Grammatik, knirschende Reime, schlechter Stil, in Zusammenhang mit nur schlecht verbrämten politischen Zielen.“

[bearbeiten] Arten waagerechter Striche

Für Bindestrich, Gedankenstrich, Bis-Strich, Streckenstrich und Minuszeichen werden unterschiedliche Zeichen verwendet:

[bearbeiten] Bindestrich

Der normal auf der Tastatur eingegebene Bindestrich (-) wird für Wortverbindungen (und -trennungen, die hier normalerweise nicht vorkommen) und Ergänzungen verwendet, z. B. in: Küchenmesser-Schleifgerät, H-Milch, Müller-Lüdenscheid, deutsch- und englischsprachig, Buchstabenverwechsl- und -drehungen. Zusammensetzungen aus wenigen kürzeren Bestandteilen sollten zugunsten eines ununterbrochenen Leseflusses nicht durch Bindestriche gegliedert werden, d. h., man schreibt in der Regel „Gaststättenverband“ (statt „Gaststätten-Verband“) oder „Stecknadelkopf“ (statt „Stecknadel-Kopf“). Ganz toll ist es natürlich, exzessiv Komposita wie z. B. „Donaudampfschiffahrtsgesellschaftskapitänsmützenaufhängeschlaufe“ zu bilden. Einen Bindestrich zu setzen ist laut Duden in folgenden vier Fällen möglich:

  • zur Hervorhebung einzelner Bestandteile (z. B. „Ich-Erzählung“ statt „Icherzählung“)
  • zur Gliederung unübersichtlicher Zusammensetzungen (z. B. „Haushalts-Mehrzweck-Küchenmaschine“ statt „Haushaltsmehrzweckküchenmaschine“) (aber „Donaudampfschiffahrtsgesellschaftskapitänsmützenaufhängeschlaufe“ ist doch eigentlich auch nicht unübersichtlicher als „Donau-Dampfschiffahrtsgesellschaftskapitänsmützenaufhänge-Schlaufe“, oder?)
  • zur Vermeidung von Missverständnissen (z. B. „Musiker-Leben“ zur Abgrenzung von „Musik-Erleben“) (kann man natürlich auch super für dumme Sprachspiele verwenden)
  • beim Zusammentreffen von drei gleichen Buchstaben (z. B. „Kaffee-Ersatz“ statt „Kaffeeersatz“)

Mehrteilige Zusammensetzungen werden durchgekoppelt, d. h., zwischen sämtlichen Bestandteilen steht ein Bindestrich (Erde-Mond-System, La-Plata-Staaten; siehe hierzu auch wikipedia:de:Deppenleerzeichen). Zusammensetzungen mit Zahlen werden durch Bindestriche getrennt, soweit es sich nicht nur um das Anhängen eines Suffixes handelt (10-prozentig, 3-teilig, aber 70er).

[bearbeiten] Gedankenstrich, Bis-Strich und Streckenstrich

Für Gedankenstriche, Bis-Striche und Streckenstriche wird der Halbgeviertstrich (–) verwendet.

Man findet den Halbgeviertstrich auf der Bearbeiten-Seite in der Sonderzeichenliste unter dem Eingabefeld neben dem „«»“. Die Eingabe des Halbgeviertstrichs erlauben aber auch die meisten Tastaturbelegungen mit „Alt“ und dem Bindestrich (der Minustaste), sonst gilt für Windows die Tastenkombination gedrückte „Alt“-Taste und 0150 auf dem Ziffernblock. Ein „–“ stört den Lesefluss im Quelltext nicht so wie ein „–“.

Achtung: Beim Bearbeiten können im Quelltext Binde- und Gedankenstrich bei manchen Schriftarten gleich aussehen!

[bearbeiten] Gedankenstrich

In deutschen Texten soll der deutsche Gedankenstrich „–“ (en-Strich; in der zweiten Zeile des Sonderzeichen-Blocks) verwendet werden – mit Leerzeichen links und rechts. Verwendet man ihn als Ersatz für ein Klammerpaar – so wie hier – so sollte mit Hilfe von   (nicht trennbares Leerzeichen) eine „Klammerung“ erzwungen werden, falls an der Stelle die Zeile umgebrochen wird. Obiger Einschub lautet somit im Wiki-Quelltext: – so wie hier – .

[bearbeiten] Bis-Strich

Für den Bis-Strich verwendet man das gleiche Zeichen „–“ wie für den Gedankenstrich (en-Strich; in der zweiten Zeile des Sonderzeichen-Blocks). Bis-Striche werden kompress gesetzt, also ohne Leerzeichen davor und dahinter. Bis-Striche sollten nicht am Zeilenende stehen und möglichst nicht Zahlen und Wörter verbinden, in solchen Fällen sollte „bis“ ausgeschrieben werden, dies gilt auch bei der Verwendung des Wortes „von“.

Beispiele:

  • 1420–1462, von 1420 bis 1462, 14.–15. Jahrhundert, 312 v. Chr. bis 291 v. Chr.
  • Bild:siehe_auch.png Siehe auch:  Thomas Mustermann von Strunzberg: Handbuch zur Verwesung von Tierkadavern nebst Anleitung zum Gestank. In: Eklige Sachen. Scharach-ul-Wallach-Verlach, Al-Qallahranllag 2005, S. 1420–1446.
[bearbeiten] Streckenstrich

Bei geografischen Strecken, z. B. Verkehrswegen oder Flussläufen, wird der Streckenstrich eingesetzt. Im Sinn entspricht er dem Bis-Strich. Die einzelnen Wegpunkte (z. B. Städte oder Bahnhöfe) sind so besser lesbar und übersichtlicher als bei einer Trennung mit Bindestrichen (-). Diese Schreibweise ist eine Kurzform von Sätzen mit „von“, „über“ und „nach“. Der Duden sieht vor, dass als Streckenstrich der Halbgeviertstrich kompress (nicht von Leerschritten umschlossen) gesetzt wird.

Beispiel: BielefeldHamburg-MarzahnParisNürnbergÄgypten

[bearbeiten] Minuszeichen

Minuszeichen (−) unterscheiden sich von Gedankenstrichen durch ihre Höhenlage in der Zeile, die der des horizontalen Strichs im Pluszeichen entspricht. Der einfache Bindestrich ist ebenfalls als Minuszeichen ungeeignet, da er viel zu kurz ist und zu tief liegt. Das Minuszeichen ist in der Sonderzeichenleiste zwischen dem Plusminus-Zeichen (±) und dem …hicks…zeichen (‰) zu finden.

[bearbeiten] Schrägstrich

Der Schrägstrich (/) wird zur Trennung von Alternativen/Varianten/Wahlmöglichkeiten oder zur Darstellung von Brüchen (1/2, 12/100) verwendet, seltener zur Zusammenfassung aufeinanderfolgender Zahlen. Er wird immer ohne Zwischenraum gesetzt.

[bearbeiten] Weitere Zeichen

  • ´`: Der Akut- und der Gravisakzent kommen nur in Verbindung mit einem Buchstaben vor, beispielsweise é oder à. Es sieht ganz, gaaaanz, gaaaaaanz scheußlich aus, wenn man sie anstelle des Apostrophs verwendet. Negativbeispiel:
    Dass ist alles in den Standart`s erklärt !!! (←Uaaaah!)
  • Die Minuten- (′) und Sekundenzeichen (″) werden in Minuten/Sekunden- oder in Fuß/Zoll-Angaben als Einheitenzeichen (ohne Leerzeichen zwischen Zahl und Gradzeichen) benutzt: 13° 45′ 46″ (13 Grad, 45 Minuten, 46 Sekunden) bzw. 5′ 5″ (≈ 1,625 m).
  • ’: Dieses Zeichen wird als Apostroph verwendet: ’s ist bald so weit, wer’s glauben mag. Viele Leute verwenden hier stattdessen Akut, Gravis (s. o.) oder das Zeichen „'“ (auf der Tastatur meistens Shift-#) – aber das ist alles falsch. Akut und Gravis sehen allerdings nochmal deutlich beschissener aus als das „'“-Zeichen.
  • ′: Dieses Zeichen ist speziell für Ableitungen von Funktionen vorgesehen: „f′(x) ist die Ableitung von f(x)“ (Anführungszeichen, um die Kursivschreibung hervorzuheben). Die Darstellung durch viele Browser ist jedoch nicht zufriedenstellend; daher kann man es aus mal mit TeX-Syntax ausprobieren gewählt werden; siehe auch wikipedia:de:Wikipedia:Sonderzeichen. Dürfte in der Kamelopedia eh kaum vorkommen.
  • „“ und –: Die typographischen Anführungszeichen und der (kurze) Gedankenstrich werden regulär verwendet (siehe oben).
  • -: Der Mittestrich wird nur als Bindestrich/Trennstrich/Ergänzungsstrich verwendet (siehe oben).
  • : Bei der Verwendung von Hammer und Sichel ist darauf zu achten, dass man nicht versehentlich die Sichel zu dicht am Hammer absetzt und ihm damit den Stiel abschneidet. Desweiteren besteht umgekehrt auch die Gefahr, dass man mit dem Hammer die Klinge der Sichel verbeult, wenn man nicht richtig aufpasst. Also Vorsicht!
  • ☠, ☢, ☣: Wenn man diese Zeichen sieht, sollte man sich gar nicht erst groß Gedanken um Typographie machen, sondern lieber ganz, ganz schnell wegrennen.
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